Mit bidirektionalem Laden verwandeln Sie Ihr Elektroauto in einen wertvollen Energiespeicher. Überschüssiger Solarstrom wird direkt in die Autobatterie geladen und später – zum Beispiel am Abend – wieder für Ihr Zuhause nutzbar. So senken Sie Ihren Netzbezug, reduzieren Ihre Energiekosten und erhöhen Ihre Unabhängigkeit.
EWS unterstützt Sie dabei mit passender Ladetechnik, intelligenter Steuerung und persönlicher Beratung. Gemeinsam finden wir heraus, ob Ihr Fahrzeug und Ihre Hausinstallation bereit für den nächsten Schritt der Energiewende sind.
Vorteile bidirektionales Laden
Bidirektionales Laden bringt Ihre Photovoltaikanlage und Ihr Elektroauto perfekt zusammen. Wenn Ihre PV-Anlage mehr Strom produziert, als Sie gerade nutzen, wird dieser im Fahrzeug gespeichert – statt günstig ins Netz zu fliessen.
Später geben Sie die gespeicherte Energie wieder an Ihr Haus zurück. Ideal für Abendstunden, Nachtverbrauch oder Spitzenlasten.
Ihre Vorteile auf einen Blick:
- Höherer Eigenverbrauch Ihres selbst produzierten Solarstroms
- Weniger Netzbezug und geringere Stromkosten
- Mehr Selbstversorgung bei steigenden Strompreisen
- Nutzung der bestehenden Infrastruktur ohne zusätzlichen Speicher
- Beitrag zu einer stabileren und nachhaltigeren Energieversorgung
Wie funktioniert bidirektionales Laden?
Bidirektionales Laden bedeutet, dass Strom in beide Richtungen fliesst – vom Haus ins Auto und vom Auto zurück ins Haus. Die häufigste Anwendung für Privathaushalte ist Vehicle-to-Home (V2H).
Damit alles reibungslos läuft, braucht es drei Komponenten:
- Ein bidirektional fähiges Elektroauto
- Eine bidirektionale Wallbox
- Eine intelligente Steuerung, die entscheidet, wann das Auto lädt oder Strom abgibt
EWS prüft für Sie, ob Ihre Hausinstallation und Ihr Fahrzeug kompatibel sind und welche Lösung wirtschaftlich Sinn ergibt.
Schnelle und einfache Installation
Es ist keine aufwendige elektrische Infrastruktur notwendig. Ein gängiger 16 A-/400V-AC-CEE-Anschluss ist für das Basismodell ausreichend. Der bidirektionale DC-Lader kann auf dem Open-Source-Fundament opi2020 oder auf einer Wandmontageplatte montiert werden.
Mehr Flexibilität und Entlastung des Stromnetzes
Die grossen Batterien der Elektroautos ermöglichen eine Optimierung des Eigenverbrauchs von Photovoltaikanlagen. Der überschüssige Strom wird im Fahrzeug zwischengespeichert und kann bei Bedarf wieder entnommen werden. Diese Technologie ist auch für EWS als Verteilnetzbetreiberin von grossem Interesse, da sie zur Entlastung der Netzinfrastruktur beiträgt. Durch die Zwischenspeicherung und gezielte Rückführung des selbst erzeugten Solarstroms werden der Eigenverbrauch von Liegenschaften und Gebäuden mit Photovoltaikanlagen erhöht und die Kosten für den Strombezug reduziert.
Belastung für Batterie vernachlässigbar
Die Lithiumbatterien in Elektroautos sind äusserst robust und langlebig. Die Entladeleistung beim bidirektionalen Laden ist im Vergleich zum Fahren viel geringer (Faktor 10 und mehr). Die Rückspeisung von Energie ins Gebäude belastet die Batterie daher nur minimal.
Weiterentwicklung in Sicht
Obwohl noch nicht alle Fahrzeuge die bidirektionale Ladetechnologie unterstützen, bieten bereits einige Modelle diese Funktion an. Mehrere Fahrzeughersteller haben für die nahe Zukunft die Freischaltung ihrer Fahrzeuge für bidirektionales Laden angekündet. Fahrzeughersteller wie Honda, Nissan und Mitsubishi haben den Wert dieser Technologie erkannt und unterstützen den bidirektionalen Ladevorgang.
Die Ladestationen sind zudem mit einem CCS- oder CHAdeMO-Stecker erhältlich, um die Einrichtung so einfach wie möglich zu gestalten.
Was ist bidirektionales Laden?
Beim bidirektionalen Laden kann Ihr Elektroauto Strom aufnehmen und auch wieder abgeben. Tagsüber speichern Sie zum Beispiel überschüssigen Solarstrom in der Fahrzeugbatterie, abends fliesst ein Teil davon zurück in Ihr Haus. So wird Ihr Auto zu einem zusätzlichen Energiespeicher, der Ihre Eigenversorgung stärkt.
Wohin kann mein Auto Strom abgeben?
Es gibt drei typische Anwendungen:
- Vehicle-to-Home (V2H): Ihr Auto versorgt Ihr Haus mit Strom.
- Vehicle-to-Grid (V2G): Ihr Auto speist Energie ins öffentliche Netz ein – das befindet sich in der Schweiz aktuell noch in Pilotphasen.
- Vehicle-to-Load (V2L): Sie nutzen Ihr Auto wie eine grosse Powerbank, z. B. fürs Camping oder für stromintensive Geräte im Garten.
Für die meisten Haushalte ist V2H heute die wichtigste und praktikabelste Variante.
Was brauche ich, um bidirektional zu laden?
Für bidirektionales Laden benötigen Sie:
- Ein E‑Auto, das bidirektionales Laden unterstützt.
- Eine passende bidirektionale Ladestation (Wallbox).
- Eine intelligente Steuerung (Energiemanagement-System), die entscheidet, wann Ihr Auto geladen wird und wann es Strom ans Haus abgibt.
Ob ihr Auto und deine Hausinstallation geeignet sind, klären wir gemeinsam im Beratungsgespräch.
Funktioniert bidirektionales Laden auch ohne Solaranlage?
Ja, das ist grundsätzlich möglich. Besonders attraktiv wird es jedoch in Kombination mit einer Photovoltaikanlage: Sie speichern Ihren eigenen Solarstrom im Auto und nutzen ihn später im Haus. Ohne Solaranlage könnten Sie beispielsweise günstigen Nachtstrom speichern und tagsüber einsetzen – der Effekt ist aber kleiner.
Welche Vorteile haben ich zu Hause mit bidirektionalem Laden?
- Sie erhöhen Ihren Eigenverbrauch und nutzen mehr von Ihrem selbst produzierten Solarstrom.
- Sie beziehen weniger Netzstrom und können Ihre Energiekosten senken.
- Ihr Auto wird zu einem flexiblen Energiespeicher und stärkt Ihre Unabhängigkeit im Alltag.
Damit wird Ihr Fahrzeug zu einem aktiven Teil Ihrer Hausenergielösung.
Ist bidirektionales Laden in der Schweiz erlaubt?
Ja, bidirektionales Laden ist grundsätzlich erlaubt.
Solange der Strom im eigenen Haushalt bleibt (V2H), lässt sich die Technologie bereits gut einsetzen. Für die Einspeisung ins öffentliche Netz (V2G) gelten zusätzliche technische und regulatorische Vorgaben, die sich aktuell weiterentwickeln.
Schadet bidirektionales Laden der Fahrzeugbatterie?
Jeder Lade- und Entladevorgang beansprucht die Batterie ein wenig. Beim bidirektionalen Laden sind die Leistungen jedoch deutlich geringer als beim Fahren. Mit einer intelligenten Steuerung – etwa Begrenzungen im Ladebereich oder dem Vermeiden tiefer Entladungen – fällt der zusätzliche Verschleiss meist gering aus. Wichtig ist die Beachtung der Herstellerhinweise und Garantiebedingungen.
Welche Fahrzeuge unterstützen bidirektionales Laden?
Der Markt wächst, aber noch unterstützen nicht alle Modelle die Technologie. Verschiedene Hersteller bieten bereits Fahrzeuge mit Bidirektional-Funktion an, weitere folgen in den nächsten Jahren. Wir prüfen im Vorfeld, ob Ihr Fahrzeug mit der gewählten Ladestation und dem Energiemanagement-System kompatibel ist.
Was kostet eine bidirektionale Lösung?
Die Gesamtkosten hängen von Ihrer Ausgangssituation ab:
- Haben Sie bereits eine PV-Anlage?
- Gibt es eine bestehende Wallbox?
- Ist ein Energiemanagement-System vorhanden?
Hinzu kommen Installationskosten und gegebenenfalls Anpassungen an der Hausinstallation oder dem Messsystem. Eine kurze Wirtschaftlichkeitsanalyse zeigt Ihnen, ab wann sich die Investition lohnt.
Wie entwickelt sich die Zukunft des bidirektionalen Ladens?
Die Technologie steht noch am Anfang, wird aber rasch bedeutender. Mit neuen Fahrzeugmodellen, sinkenden Hardwarekosten und klareren gesetzlichen Rahmenbedingungen wird bidirektionales Laden zu einem wichtigen Bestandteil der Energiezukunft. EWS beobachtet die Entwicklungen laufend und zeigt Ihnen, welche Lösungen heute bereits sinnvoll und zuverlässig einsetzbar sind.
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