Geschäftsbericht 2024/25

Geschäftsbericht 2024/25

Tech­no­lo­gi­sche Ent­wick­lun­gen trei­ben den Wandel in der Schwei­zer Ener­gie­bran­che weiter voran. Digi­ta­li­sie­rung, Eigen­ver­brauchs­op­ti­mie­rung und Elek­tro­mo­bi­li­tät gewin­nen zuneh­mend an Bedeutung.

In diesem dyna­mi­schen Umfeld konnte sich EWS als kom­pe­tente, regio­nal ver­an­kerte Part­ne­rin behaup­ten und im ver­gan­ge­nen Geschäfts­jahr mit inno­va­ti­ven Ener­gie­dienst­leis­tun­gen neue Markt­chan­cen nutzen.

Seit Anfang 2025 bietet EWS ihren Kun­din­nen und Kunden die Mög­lich­keit, an vir­tu­el­len Eigen­ver­brauchs­ge­mein­schaf­ten (vEVG/​vZEV) teil­zu­neh­men. Diese neuen Modelle ermög­li­chen, den selbst pro­du­zier­ten Solar­strom auf ver­schie­dene Stand­orte zu ver­tei­len. Das Ange­bot stösst sowohl bei Einfamilienhausbesitzer*innen als auch bei Eigen­tü­mer­ge­mein­schaf­ten und Gewer­be­be­trie­ben auf reges Inter­esse. Ab Anfang 2026 wird dieses Ange­bot noch­mals erwei­tert: Durch die Ein­füh­rung loka­ler Ener­gie­ge­mein­schaf­ten (LEG) erge­ben sich zusätz­li­che Chan­cen, Strom aus Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen direkt in der Nach­bar­schaft zu ver­mark­ten. Über die Online­platt­form von LEGhub können Inter­es­sierte künf­tig eine eigene LEG grün­den und sich so aktiv an der Ener­gie­wende beteiligen.

EWS konnte die Strom­ta­rife 2025 dank tie­fe­rer Beschaf­fungs­preise an der Strom­börse deut­lich senken. Für 2026 ist nur eine leichte Reduk­tion mög­lich, da die Kosten für Aus­gleichs­en­er­gie stark gestie­gen sind und dadurch die tie­fe­ren Beschaf­fungs­kos­ten kom­pen­siert werden. Um das Ener­gie­ma­nage­ment zu ver­bes­sern, hat EWS im Som­mer­halb­jahr den Nie­der­ta­rif zwi­schen 12.00 und 15.00 Uhr ein­ge­führt. Mit diesem Tarif­mo­dell wird die Nut­zung von Solar­strom in Zeiten hoher Pro­duk­tion geför­dert. Erste Aus­wer­tun­gen zeigen, dass der Strom­ver­brauch in diesem Zeit­raum durch gezielte Last­ver­schie­bung und das ver­än­derte Kun­den­ver­hal­ten spür­bar zuge­nom­men hat. Dies ist ein erfreu­li­ches Signal, das die Wirk­sam­keit von Preis­an­rei­zen und Sen­si­bi­li­sie­rung belegt.

Einen Mei­len­stein hat EWS im Indus­trie­ge­biet Fänn in Küss­nacht erreicht. Das Team Rot hat auf dem Dach des neuen Faser­dämm­plat­ten­werks der Schil­li­ger Holz AG die bisher grösste Pho­to­vol­ta­ik­an­lage in ihrem Ver­sor­gungs­ge­biet rea­li­siert. Über 2‘000 Module erbrin­gen eine Jah­res­pro­duk­tion von rund 880’000 Kilo­watt­stun­den. EWS hat auch die Instal­la­tion von Strom­zu­lei­tun­gen, Tra­fo­sta­tio­nen, Schalt­an­la­gen und Ver­ka­be­lun­gen an der Gross­bau­stelle aus­ge­führt. Bei dem Pro­jekt konnte das Team Rot sein tech­ni­sches Know-how wie auch seine Pla­nungs­kom­pe­tenz und Prä­zi­sion unter Beweis stellen.

Im Bereich der Elek­tro­mo­bi­li­tät konnte EWS ihre Prä­senz weiter aus­bauen. Im Auf­trag der GoFast AG hat das Team Rot an 25 neuen Stand­or­ten in der ganzen Schweiz Schnell­la­de­sta­tio­nen und an den meis­ten Stand­or­ten auch Tra­fo­sta­tio­nen instal­liert. Diese Lade­punkte tragen wesent­lich zu einer lan­des­weit flä­chen­de­cken­den Lade­infra­struk­tur bei.

Die Nach­frage nach Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen hat sich im Laufe des ver­gan­ge­nen Geschäfts­jah­res abge­schwächt. Gründe sind eine Markt­sät­ti­gung sowie die gesun­ke­nen Ein­spei­se­ta­rife. Den­noch haben Anlagenbesitzer*innen wei­ter­hin den Wunsch, den Eigen­ver­brauch zu erhö­hen und unab­hän­gi­ger von sin­ken­den Rück­lie­fer­ver­gü­tun­gen zu werden. EWS bietet attrak­tive Kom­bi­na­ti­ons­lö­sun­gen aus Pho­to­vol­taik, Bat­te­rie­spei­cher und EMS (Ener­gie­ma­nage­ment­sys­tem) an. Ein EMS wird zuneh­mend unver­zicht­bar, um die Pro­fi­ta­bi­li­tät von PV-Anla­gen zu stei­gern und die Strom­kos­ten für Wär­me­pum­pen sowie das Laden von Elek­tro­au­tos zu senken. Dies ins­be­son­dere im Hin­blick auf die kom­men­den Anpas­sun­gen bezüg­lich PV-Ein­spei­se­be­gren­zung und Nega­tiv­preise an der Strombörse.

Um den Ertrag und die Lang­le­big­keit von Solar­an­la­gen zu stei­gern, hat EWS die Solar­rei­ni­gung als neue Dienst­leis­tung ein­ge­führt. Das umwelt­freund­li­che und che­mie­freie Ver­fah­ren erfolgt mit ent­mi­ne­ra­li­sier­tem Wasser.

EWS kann auf ein erfolg­rei­ches Jahr zurück­bli­cken, in dem sich die stra­te­gi­sche Aus­rich­tung auf erneu­er­bare Ener­gien, Digi­ta­li­sie­rung, Netz­mo­der­ni­sie­rung und Infra­struk­tur­dienst­leis­tun­gen als zukunfts­wei­send erwie­sen hat. Die kon­se­quente Nut­zung neuer Tech­no­lo­gien und der Fokus auf die Aus­bil­dung unse­rer Fach­kräfte stel­len die Zukunfts­fä­hig­keit unse­res Unter­neh­mens sicher.

Für die erfolg­rei­che Wei­ter­ent­wick­lung ist EWS wie die gesamte Schwei­zer Ener­gie­bran­che auf ver­läss­li­che Rah­men­be­din­gun­gen im euro­päi­schen Strom­markt ange­wie­sen. Des­halb unter­stüt­zen wir das geplante Strom­ab­kom­men mit der EU, das die Ver­sor­gungs­si­cher­heit und Netz­sta­bi­li­tät stärkt. Wir for­dern aller­dings eine unbü­ro­kra­ti­sche Umset­zung des Strom­ab­kom­mens in der Schweiz, ohne wei­tere Regu­lie­run­gen und Vor­ga­ben, mit dem Ziel einer schlan­ken und markt­na­hen Grundversorgung.

Der Ver­wal­tungs­rat und die Geschäfts­lei­tung danken dem Team Rot für seine hohe Fach­kom­pe­tenz und sein Enga­ge­ment.. Unser Dank gilt auch unse­ren Kun­din­nen und Kunden sowie den Aktio­nä­rin­nen und Aktio­nä­ren für ihr Ver­trauen und die lang­jäh­rige Ver­bun­den­heit mit EWS.

Thomas Reit­ho­fer
Prä­si­dent des Verwaltungsrats 

Roman Iten
Vor­sit­zen­der der Geschäftsleitung

EWS zeigt, dass innovative Energiedienstleistungen wie virtuelle Eigenverbrauchsgemeinschaften neue Marktchancen eröffnen.

Kennzahlen

2024/25

2023/24

22’483

22’446

+ 0,2 %

Stromkunden

248 Mio. kWh

244 Mio. kWh

+ 1,6 %

Transportierter Strom

94’754 TCHF

98’305 TCHF

– 3,6 %

Gesamtleistung

63’115 TCHF

62’554 TCHF

+ 0,9 %

Bilanzsumme

36'712 TCHF

36’452 TCHF

+ 0,7 %

Anlagevermögen

4'304 TCHF

5’051 TCHF

– 14,8 %

Investitionen in Sachanlagen

3'944 TCHF

3’810 TCHF

+ 3,5 %

Jahresgewinn
 

8'437 TCHF

–559TCHF

+ 1'609,3 %

Geldfluss aus Geschäftstätigkeit

3'000 TCHF

3'000 TCHF

 

Aktienkapital

100* CHF

100CHF

*Antrag des Verwaltungsrats

Dividende je Aktie nom. 100 CHF 

186

174

+ 6,9 %

Vollzeitstellen am 30.9.

34

25

+ 36,0 %

davon Lernende

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Finanzkommentar

EWS behaup­tet sich in einem her­aus­for­dern­den Markt­um­feld mit sta­bi­ler ope­ra­ti­ver Leis­tung und wach­sen­dem Umsatz in der Gebäu­de­tech­nik. Obwohl die Gesamt­leis­tung infolge tie­fe­rer Strom­ta­rife zurück­ge­gan­gen und der Ener­gie­ab­satz leicht gesun­ken ist, zeigt sich EWS stra­te­gisch gut und diver­si­fi­ziert auf­ge­stellt. Beson­ders im Infra­struk­tur­bau konn­ten Markt­po­ten­ziale genutzt und meh­rere Gross­auf­träge erfolg­reich umge­setzt werden. Die gerin­gere Nach­frage nach Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen hat dazu geführt, dass das Ergeb­nis der Gebäu­de­tech­nik zurück­ge­gan­gen ist, jedoch mit Erfol­gen in ande­ren Seg­men­ten kom­pen­siert werden konnte. Die flä­chen­de­ckende Ein­füh­rung von Smart Metern unter­streicht die Zukunfts­fä­hig­keit von EWS und schafft eine solide Basis für die Energiewende.

Die Gesamt­leis­tung ist um 3,5 Mio. Fran­ken gesun­ken. Der Umsatz aus dem Ener­gie­lie­fer­ge­schäft redu­zierte sich infolge der tie­fe­ren Strom­ta­rife. Zusätz­lich blieb der Absatz von Ener­gie leicht hinter dem Vor­jahr zurück. Hin­ge­gen ist die Menge der über das EWS-Ver­teil­netz trans­por­tier­ten Ener­gie (Netz­nut­zung) weiter ange­stie­gen. Ein Umsatz­wachs­tum durfte der Bereich Gebäu­de­tech­nik zusam­men mit den Neben­ge­schäf­ten ver­zeich­nen; ins­be­son­dere im Infra­struk­tur­bau konn­ten meh­rere Gross­auf­träge für Stark­strom­an­la­gen abge­wi­ckelt werden.

Erfolgs­rech­nung
Über das Ver­teil­netz von EWS wurden 248 Mio. kWh Strom trans­por­tiert, 1,6 Pro­zent mehr als im Vor­jahr (244 Mio. kWh). Die Gesamt­leis­tung von EWS fiel um 3,6 Pro­zent unter den Vor­jah­res­wert und beträgt neu 94,8 Mio. Fran­ken (Vor­jahr 98,3 Mio. Fran­ken). Der Rück­gang der Gesamt­leis­tung beruht mehr­heit­lich auf dem um 5,6 Mio. Fran­ken tie­fe­ren Umsatz aus dem Strom­ge­schäft, wobei sich der Ener­gie­um­satz um 6,0 Mio. Fran­ken redu­zierte und der Umsatz aus Netz­nut­zung um 0,4 Mio. Fran­ken anstieg. EWS konnte die Strom­ta­rife 2025 infolge der Ent­span­nung an der Strom­börse und des tie­fe­ren Strom­be­schaf­fungs­auf­wan­des deut­lich senken. Die Netz­nut­zungs­ta­rife beweg­ten sich im Ver­gleich zum Vor­jahr wenig; leicht höhere Netz­kos­ten wurden mit tie­fe­ren Kosten für die Win­ter­strom­re­serve und die Sys­tem­dienst­leis­tun­gen der Swiss­grid kom­pen­siert. In der Gebäu­de­tech­nik und den Neben­ge­schäf­ten nahm der Umsatz um 7,9 Pro­zent zu und erreichte 30,8 Mio. Fran­ken (Vor­jahr 28,6 Mio. Fran­ken). Damit macht dieser Geschäfts­be­reich fast ein Drit­tel der Gesamt­leis­tung von EWS aus. Doch nicht alle Geschäfts­fel­der ent­wi­ckel­ten sich glei­cher­mas­sen gut. Der Markt für Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen ist spür­bar ein­ge­bro­chen, wodurch auch die Margen unter Druck gerie­ten. Die Bau­kon­junk­tur im Markt­ge­biet von EWS ist eher rück­läu­fig. Der Schalt­an­la­gen­bau befin­det sich in einer Phase der Neu­struk­tu­rie­rung und Neu­po­si­tio­nie­rung. In der Summe musste in der Gebäu­de­tech­nik ein deut­li­cher Ergeb­nis­rück­gang hin­ge­nom­men werden. Als grosse Umsatz- und Ergeb­nis­stütze im ver­gan­ge­nen Geschäfts­jahr erwies sich der Infra­struk­tur­bau; EWS erbringt sehr erfolg­rei­che Leis­tun­gen im Stark­strom­an­la­gen­bau.

Der Betriebs­auf­wand nahm um 3,9 Pro­zent auf 90,0 Mio. Fran­ken ab. Der Min­der­auf­wand ist vor­wie­gend auf die tie­fe­ren Beschaf­fungs­preise für Strom zurück­zu­füh­ren. Der Auf­wand für Mate­rial und Fremd­leis­tun­gen hat auf­grund der höhe­ren Leis­tungs­er­stel­lung im Ver­gleich zum Vor­jahr zuge­nom­men. Der höhere Per­so­nal­be­stand, 207 Mit­ar­bei­tende teilen sich 186 Voll­zeit­stel­len (Zunahme um 12 Voll­zeit­stel­len), sowie Lohn­an­pas­sun­gen per 2025 haben zum höhe­ren Per­so­nal­auf­wand geführt. Der Übrige Betriebs­auf­wand hat in diver­sen Posi­tio­nen um ins­ge­samt 1,5 Mio. Fran­ken abge­nom­men. Die Abschrei­bun­gen auf den Sach­an­la­gen liegen 0,4 Mio. Fran­ken über dem Vor­jah­res­wert. Das Betriebs­er­geb­nis vor Zinsen und Steu­ern beträgt 4,7 Mio. Fran­ken (Vor­jahr 4,6 Mio. Franken).

Bilanz
Die Sach­an­la­gen haben netto um 0,2 Mio. Fran­ken zuge­nom­men. Den Inves­ti­tio­nen in neue Sach­an­la­gen von 4,3 Mio. Fran­ken stehen Abschrei­bun­gen und Abgänge von 4,1 Mio. Fran­ken gegen­über. In den Imma­te­ri­el­len Werten findet sich eine Ent­schä­di­gung für die Erwei­te­rung des Netz­ge­biets auf dem Stoos (Arron­die­rung). Die offe­nen For­de­run­gen wurden redu­ziert; indes erhöhte sich die Aktive Rech­nungs­ab­gren­zung, welche auch die Unter­de­ckun­gen im Ener­gie­ge­schäft beinhal­tet. Der Bestand an Flüs­si­gen Mit­teln nahm im Ver­gleich zum Vor­jahr um 1,4 Mio. Fran­ken zu. Auf der Pas­siv­seite stieg das Eigen­ka­pi­tal mit der Zuwei­sung an die Gewinn­re­ser­ven und dank des Bilanz­ge­win­nes um 0,9 Mio. Fran­ken an. Das kurz­fris­tige Fremd­ka­pi­tal nahm um 1,9 Mio. Fran­ken ab. Das lang­fris­tige Fremd­ka­pi­tal erhöhte sich vor allem wegen Rück­stel­lun­gen um 1,5 Mio. Franken.

EWS schlägt der Gene­ral­ver­samm­lung vor, eine Divi­dende von 100 Fran­ken je Aktie (Vor­jahr 100 Fran­ken) aus­zu­schüt­ten (Antrag des Verwaltungsrats).

Inves­ti­tio­nen
EWS hat 7,5 Mio. Fran­ken in die eige­nen sowie in die gemie­te­ten Ver­teil­netz­an­la­gen in ihrem Ver­sor­gungs­ge­biet inves­tiert. Das neue Netz­leit­sys­tem wurde in Betrieb genom­men. Der Aus­tausch der kon­ven­tio­nel­len Strom­zäh­ler durch Smart Meter konnte im Sommer 2025 abge­schlos­sen werden. Die Pla­nung und Vor­ar­bei­ten für die Ablö­sung des ERP-Sys­tems von Micro­soft Navi­sion durch SAP S/​4Hana wurden aufgenommen.

Strom­ab­satz
Der Strom­ab­satz hat im Ver­gleich zum Vor­jahr um ins­ge­samt 2,3 GWh abge­nom­men. Die Privatkund*innen bezo­gen um 1,6 Pro­zent weni­ger Strom, wäh­rend die gelie­ferte Strom­menge an die Geschäftskund*innen unver­än­dert blieb. Der im Ver­gleich zum Vor­jahr etwas käl­tere Winter sorgte für einen höhe­ren Strom­ab­satz, der jedoch im Sommer mit dem Eigen­ver­brauch aus Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen mehr als kom­pen­siert wurde.

Bilanz Aktiven

30.09.2530.09.24
(Erläu­te­rung)TCHFTCHF
Flüs­sige Mittel4’4102’969
For­de­run­gen aus Lie­fe­run­gen und Leistungen(3)12’55917’923
Übrige kurz­fris­tige Forderungen103103
Vor­räte und Auf­träge in Arbeit100100
Aktive Rech­nungs­ab­gren­zun­gen(4)9’2315’007
Umlauf­ver­mö­gen26’40326’102
Finanz­an­la­gen550600
Sach­an­la­gen(5)36’03135’852
Imma­te­ri­elle Werte1310
Anla­ge­ver­mö­gen36’71236’452
Total Akti­ven63’11562’554

Bilanz Passiven

30.09.2530.09.24
(Erläu­te­rung)TCHFTCHF
Ver­bind­lich­kei­ten aus Lie­fe­run­gen und Leistungen(6)3‘1463’952
Übrige kurz­fris­tige Verbindlichkeiten2‘6702’733
Pas­sive Rechnungsabgrenzungen(7)9‘71010’701
Kurz­fris­tige Rückstellungen296294
Kurz­fris­ti­ges Fremdkapital15‘82217’680
Übrige lang­fris­tige Verbindlichkeiten(8)5‘6065’387
Lang­fris­tige Rückstellungen(9)21‘55020‘293
Lang­fris­ti­ges Fremdkapital27‘15625‘680
Fremd­ka­pi­tal42‘97843‘360
Akti­en­ka­pi­tal(10)3‘0003‘000
Gesetz­li­che Gewinnreserve1‘5001‘500
Frei­wil­lige Gewinnreserve11‘60010‘800
Gewinn­vor­trag9384
Jah­res­ge­winn3‘9443‘810
Eigen­ka­pi­tal20‘13719‘194
Total Pas­si­ven63‘11562‘554

Erfolgsrechnung

2024/252023/24
(Erläu­te­rung)TCHFTCHF
Net­to­um­satz aus Ener­gie­ge­schäft und Netznutzung62‘21967’866
Net­to­um­satz aus Gebäu­de­tech­nik und Nebengeschäften30‘84328‘597
Akti­vierte Eigenleistungen803818
Übri­ger Betriebsertrag8891‘024
Gesamt­leis­tung94‘75498‘305
Ener­gie­be­schaf­fungs- und Netznutzungsaufwand– 40‘235– 47‘307
Mate­rial und Fremdleistungen– 16‘832– 13‘345
Per­so­nal­auf­wand– 19‘276– 18‘246
Abga­ben und Leis­tun­gen an Gemeinwesen– 2‘550– 2‘516
Übri­ger Betriebsaufwand– 7‘132– 8‘660
Abschrei­bun­gen– 3‘992– 3‘626
Betriebs­auf­wand– 90‘017– 93‘700
Betriebs­er­geb­nis4‘7374‘605
Finan­zer­trag15107
Finanz­auf­wand– 29– 65
Ertrags­steu­ern– 779– 837
Unter­neh­mens­er­geb­nis3‘9443‘810

Anhang Jahresrechnung

1. Allgemeine Informationen

Die EWS AG (EWS) ist eine Akti­en­ge­sell­schaft nach Schwei­zer Recht mit Sitz in Schwyz. Die Anzahl Voll­zeit­stel­len im Jah­res­durch­schnitt beträgt 177 (Vor­jahr 165).

2. Rechnungslegungsgrundsätze

Der Jah­res­ab­schluss ent­spricht dem schwei­ze­ri­schen Gesetz. Der Ver­wal­tungs­rat von EWS geneh­migte die vor­lie­gende Jah­res­rech­nung am 27. Novem­ber 2025. Sie unter­liegt zudem der Geneh­mi­gung durch die Gene­ral­ver­samm­lung am 26. Januar 2026. Im Fol­gen­den werden die in der Jah­res­rech­nung ange­wand­ten Grund­sätze auf­ge­führt, soweit diese nicht vom Gesetz vor­ge­schrie­ben sind. Zur lang­fris­ti­gen Siche­rung des Unter­neh­mens wird die Mög­lich­keit zur Bil­dung und Auf­lö­sung von stil­len Reser­ven wahrgenommen.

Ver­zicht auf zusätz­li­che Anga­ben
Da die CKW AG, welche EWS kon­trol­liert, eine Kon­zern­rech­nung nach einem aner­kann­ten Stan­dard zur Rech­nungs­le­gung (IFRS) erstellt, hat EWS in Über­ein­stim­mung mit den gesetz­li­chen Vor­schrif­ten auf die Anhangs­an­ga­ben zu ver­zins­li­chen Ver­bind­lich­kei­ten und Revi­si­ons­ho­no­ra­ren sowie auf die Dar­stel­lung einer Geld­fluss­rech­nung und eines Lage­be­rich­tes verzichtet.

Net­to­um­satz
Umsatz­er­löse aus dem Ener­gie­ge­schäft und der Netz­nut­zung gelten als rea­li­siert und werden als Umsatz erfasst, wenn die Lie­fe­rung erfolgt ist. Die Bemes­sung der Lie­fe­rung zum Geschäfts­jah­res­ab­schluss erfolgt über­wie­gend auf Basis auto­ma­ti­sier­ter Ver­brauchs­da­ten, die durch Smart Meter über­mit­telt werden. Dort, wo keine Smart Meter instal­liert sind, finden noch manu­elle Zäh­ler­ab­le­sun­gen statt. Sollte zum Stich­tag keine voll­stän­dige Daten­über­mitt­lung mög­lich sein, wird der Umsatz­er­lös basie­rend auf sta­tis­ti­schen Werten geschätzt und erfasst.

Auf­trags­er­löse aus Gebäu­de­tech­nik und Neben­ge­schäf­ten werden in dem Zeit­punkt erfasst, wo Nutzen und Gefah­ren an den Auf­trag­ge­ber über­ge­hen. Erträge aus dem Erbrin­gen von Kun­den­auf­trä­gen werden peri­oden­ge­recht auf­grund der erbrach­ten Dienst­leis­tung berech­net und erfasst. Falls es wahr­schein­lich ist, dass die gesam­ten Auf­trags­kos­ten die gesam­ten Auf­trags­er­löse über­stei­gen, wird der zu erwar­tende Ver­lust sofort als Auf­wand erfasst. Gene­rell werden die Umsätze nach Abzug von Mehr­wert­steuer und Rabat­ten ausgewiesen.

Sach­an­la­gen
Die Sach­an­la­gen werden zu Anschaf­fungs- oder Her­stel­lungs­kos­ten abzüg­lich der kumu­lier­ten Abschrei­bun­gen bilan­ziert. Die Abschrei­bung der Kraft­werke, Netz­an­la­gen, Mobi­lien, IT und Fahr­zeuge erfolgt linear auf­grund bran­chen­üb­li­cher, tech­nisch-wirt­schaft­lich erwar­te­ter Nut­zungs­dau­ern und unter Berück­sich­ti­gung der steu­er­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen. Grund­stü­cke und Gebäude werden zu Anschaf­fungs­wer­ten akti­viert. Auf den Gebäu­den wird objekt­be­zo­gen abge­schrie­ben, Grund­stü­cke werden nicht abge­schrie­ben. Anla­gen im Bau sind zu Her­stell­kos­ten bewer­tet. Wäh­rend der Erstel­lungs­phase werden keine Abschrei­bun­gen vor­ge­nom­men. Bei Anzei­chen von Über­be­wer­tung werden die Buch­werte über­prüft und gege­be­nen­falls wertberichtigt.

Imma­te­ri­elle Werte
Imma­te­ri­elle Ver­mö­gens­werte werden zu Anschaf­fungs- oder Her­stel­lungs­kos­ten abzüg­lich kumu­lier­ter Abschrei­bun­gen und gege­be­nen­falls Wert­min­de­run­gen bilan­ziert. Die plan­mäs­sige Abschrei­bung erfolgt linear über die wirt­schaft­lich erwar­tete Nut­zungs­dauer. Bei Anzei­chen für eine Wert­min­de­rung wird der Buch­wert über­prüft und gege­be­nen­falls ange­passt. Selbst erstellte imma­te­ri­elle Ver­mö­gens­werte werden nur akti­viert, sofern die Akti­vie­rungs­kri­te­rien gemäss den gel­ten­den Rech­nungs­le­gungs­vor­schrif­ten erfüllt sind.

30.09.2530.09.24
TCHFTCHF

3. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

12‘55917‘923
Total For­de­run­gen aus Ener­gie­ge­schäft und Netznutzung9‘70914‘044
Aus Ener­gie­ge­schäft und Netznutzung10‘78815‘605
Delkre­dere– 1‘079– 1‘561
Total For­de­run­gen Dritte aus Gebäu­de­tech­nik und Nebengeschäften2‘6033‘879
Aus Gebäu­de­tech­nik und Nebengeschäften2‘8934‘310
Delkre­dere– 290– 431
Total For­de­run­gen aus Gebäu­de­tech­nik und Nebengeschäften2470
Aus Gebäu­de­tech­nik und Nebengeschäften2470
Delkre­dere– 270

4. Aktive Rechnungsabgrenzung

9‘2315‘007
Unter­de­ckung Stromgeschäft8‘9584‘935
Übrige27372

5. Sachanlagen

36‘03135‘852
Pro­duk­ti­ons­an­la­gen956856
Ver­teil­an­la­gen18‘69417‘718
Grund­stü­cke und Gebäude13‘98414‘574
Übrige Sach­an­la­gen1‘2221‘746
Anla­gen im Bau1‘175958

6. Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten

3‘1463‘952
Dritte3‘1462‘316
Vor­sor­ge­ein­rich­tung01‘636

7. Passive Rechnungsabgrenzung

9‘71010‘701
Dritte8‘1578‘698
Betei­ligte1‘5212‘003
Schwes­ter­ge­sell­schaf­ten320

8. Übrige langfristige Verbindlichkeiten

In den Übri­gen lang­fris­ti­gen Ver­bind­lich­kei­ten werden mehr­heit­lich Kos­ten­bei­träge (Anschluss­bei­träge) bilan­ziert. Die Bilan­zie­rung erfolgt zum Nomi­nal­wert des erhal­te­nen Mit­tel­zu­flus­ses, abzüg­lich erfolgs­wirk­sa­mer Auf­lö­sung. Die Ver­bind­lich­kei­ten werden linear über die Ver­trags­dauer, bei unbe­fris­te­tem Anschluss­recht über die Nut­zungs­dauer des Anschlus­ses aufgelöst.

9. Langfristige Rückstellungen

Diese Posi­tion ent­hält Rück­stel­lun­gen für betrag­lich oder zeit­lich unge­wisse Ver­pflich­tun­gen und Risiken.

30.09.202530.09.2024
TCHFTCHF
Lang­fris­tige Rückstellungen21‘55020’293
Rück­stel­lun­gen für Energiebeschaffungsrisiken5’0005’000
Übrige lang­fris­tige Rückstellungen16‘55015’293

10. Aktienkapital 

Das Akti­en­ka­pi­tal ist ein­ge­teilt in 30‘000 voll ein­be­zahlte Namen­ak­tien mit einem Nomi­nal­wert von je 100 CHF.

Bedeu­ten­der Aktionär:
CKW AG, Luzern90,15%90,15%

11. Eventualverpflichtungen

EWS ist im Zusam­men­hang mit dem Instal­la­ti­ons­ge­schäft an ein­fa­chen Gesell­schaf­ten (ARGE) betei­ligt. Gemäss Art. 544 Abs. 3 OR haften die Gesell­schaf­ter von ein­fa­chen Gesell­schaf­ten soli­da­risch. Zur Ver­min­de­rung der Risi­ken schlies­sen die ein­fa­chen Gesell­schaf­ten in der Regel sepa­rate Haft­pflicht­ver­si­che­run­gen ab. Zudem besteht eine Ver­si­che­rungs­de­ckung inner­halb der nor­ma­len Betriebshaftpflichtversicherung.

Antrag Verwendung des Bilanzgewinns

CHF
Gewinn­vor­trag93‘444.00
Unter­neh­mens­er­geb­nis3‘944‘316.12
Der ver­füg­bare Bilanz­ge­winn beträgt4‘037‘760.12

Der Ver­wal­tungs­rat bean­tragt der Gene­ral­ver­samm­lung fol­gende Gewinnverwendung:
CHF
Aus­rich­tung einer Divi­dende von 50 CHF je Aktie von nom. 100 CHF auf 30’000 Aktien3‘000‘000.00
Ein­lage in die Frei­wil­lige Gewinnreserve1‘000‘000.00
Vor­trag auf neue Rechnung37‘760.12
Bilanz­ge­winn am 30.09.20254‘037‘760.12

Sofern dieser Antrag gut­ge­heis­sen wird, werden ausgeschüttet:
je Aktie CHF
Divi­dende brutto100.00
Abzüg­lich eid­ge­nös­si­scher Ver­rech­nungs­steuer von 35%35.00
Divi­dende netto65.00

Die Divi­dende wird am 2. Februar 2026 überwiesen. 

Die EWS AG stellt keine sepa­rate Divi­den­den­ab­rech­nung zu.

Schwyz, 27. Novem­ber 2025

Im Namen des Verwaltungsrats

Der Prä­si­dent

Thomas Reit­ho­fer

Bericht der Revisionsstelle zur Jahresrechnung

Prüfungsurteil

Wir haben die Jah­res­rech­nung der EWS AG (die Gesell­schaft) – bestehend aus der Bilanz zum 30. Sep­tem­ber 2025 und der Erfolgs­rech­nung für das dann endende Jahr sowie dem Anhang, ein­schliess­lich einer Zusam­men­fas­sung bedeut­sa­mer Rech­nungs­le­gungs­me­tho­den – geprüft.

Nach unse­rer Beur­tei­lung ent­spricht die Jah­res­rech­nung auf den Seiten 10 bis 15 dem schwei­ze­ri­schen Gesetz und den Statuten.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Abschluss­prü­fung in Über­ein­stim­mung mit dem schwei­ze­ri­schen Gesetz und den Schwei­zer Stan­dards zur Abschluss­prü­fung (SA-CH) durch­ge­führt. Unsere Ver­ant­wort­lich­kei­ten nach diesen Vor­schrif­ten und Stan­dards sind im Abschnitt «Ver­ant­wort­lich­kei­ten der Revi­si­ons­stelle für die Prü­fung der Jah­res­rech­nung» unse­res Berichts wei­ter­ge­hend beschrie­ben. Wir sind von der Gesell­schaft unab­hän­gig in Über­ein­stim­mung mit den schwei­ze­ri­schen gesetz­li­chen Vor­schrif­ten und den Anfor­de­run­gen des Berufs­stands, und wir haben unsere sons­ti­gen beruf­li­chen Ver­hal­tens­pflich­ten in Über­ein­stim­mung mit diesen Anfor­de­run­gen erfüllt.

Wir sind der Auf­fas­sung, dass die von uns erlang­ten Prü­fungs­nach­weise aus­rei­chend und geeig­net sind, um als eine Grund­lage für unser Prü­fungs­ur­teil zu dienen.

Sonstige Informationen

Der Ver­wal­tungs­rat ist für die sons­ti­gen Infor­ma­tio­nen ver­ant­wort­lich. Die sons­ti­gen Infor­ma­tio­nen umfas­sen die im Geschäfts­be­richt ent­hal­te­nen Infor­ma­tio­nen, aber nicht die Jah­res­rech­nung und unse­ren dazu­ge­hö­ri­gen Bericht.

Unser Prü­fungs­ur­teil zur Jah­res­rech­nung erstreckt sich nicht auf die sons­ti­gen Infor­ma­tio­nen, und wir brin­gen kei­ner­lei Form von Prü­fungs­schluss­fol­ge­rung hierzu zum Ausdruck.

Im Zusam­men­hang mit unse­rer Abschluss­prü­fung haben wir die Ver­ant­wort­lich­keit, die sons­ti­gen Infor­ma­tio­nen zu lesen und dabei zu wür­di­gen, ob die sons­ti­gen Infor­ma­tio­nen wesent­li­che Unstim­mig­kei­ten zur Jah­res­rech­nung oder unse­ren bei der Abschluss­prü­fung erlang­ten Kennt­nis­sen auf­wei­sen oder ander­wei­tig wesent­lich falsch dar­ge­stellt erscheinen.

Falls wir auf Grund­lage der von uns durch­ge­führ­ten Arbei­ten den Schluss ziehen, dass eine wesent­li­che fal­sche Dar­stel­lung dieser sons­ti­gen Infor­ma­tio­nen vor­liegt, sind wir ver­pflich­tet, über diese Tat­sa­che zu berich­ten. Wir haben in diesem Zusam­men­hang nichts zu berichten.

Verantwortlichkeiten des Verwaltungsrates für die Jahresrechnung

Der Ver­wal­tungs­rat ist ver­ant­wort­lich für die Auf­stel­lung einer Jah­res­rech­nung in Über­ein­stim­mung mit den gesetz­li­chen Vor­schrif­ten und den Sta­tu­ten und für die inter­nen Kon­trol­len, die der Ver­wal­tungs­rat als not­wen­dig fest­stellt, um die Auf­stel­lung einer Jah­res­rech­nung zu ermög­li­chen, die frei von wesent­li­chen fal­schen Dar­stel­lun­gen auf­grund von dolo­sen Hand­lun­gen oder Irr­tü­mern ist.

Bei der Auf­stel­lung der Jah­res­rech­nung ist der Ver­wal­tungs­rat dafür ver­ant­wort­lich, die Fähig­keit der Gesell­schaft zur Fort­füh­rung der Geschäfts­tä­tig­keit zu beur­tei­len, Sach­ver­halte im Zusam­men­hang mit der Fort­füh­rung der Geschäfts­tä­tig­keit – sofern zutref­fend – anzu­ge­ben sowie dafür, den Rech­nungs­le­gungs­grund­satz der Fort­füh­rung der Geschäfts­tä­tig­keit anzu­wen­den, es sei denn, der Ver­wal­tungs­rat beab­sich­tigt, ent­we­der die Gesell­schaft zu liqui­die­ren oder Geschäfts­tä­tig­kei­ten ein­zu­stel­len, oder hat keine rea­lis­ti­sche Alter­na­tive dazu.

Verantwortlichkeiten der Revisionsstelle für die Prüfung der Jahresrechnung

Unsere Ziele sind, hin­rei­chende Sicher­heit dar­über zu erlan­gen, ob die Jah­res­rech­nung als Ganzes frei von wesent­li­chen fal­schen Dar­stel­lun­gen auf­grund von dolo­sen Hand­lun­gen oder Irr­tü­mern ist, und einen Bericht abzu­ge­ben, der unser Prü­fungs­ur­teil beinhal­tet. Hin­rei­chende Sicher­heit ist ein hohes Mass an Sicher­heit, aber keine Garan­tie dafür, dass eine in Über­ein­stim­mung mit dem schwei­ze­ri­schen Gesetz und den SA-CH durch­ge­führte Abschluss­prü­fung eine wesent­li­che fal­sche Dar­stel­lung, falls eine solche vor­liegt, stets aufdeckt.

Fal­sche Dar­stel­lun­gen können aus dolo­sen Hand­lun­gen oder Irr­tü­mern resul­tie­ren und werden als wesent­lich gewür­digt, wenn von ihnen ein­zeln oder ins­ge­samt ver­nünf­ti­ger­weise erwar­tet werden könnte, dass sie die auf der Grund­lage dieser Jah­res­rech­nung getrof­fe­nen wirt­schaft­li­chen Ent­schei­dun­gen von Nut­zern beeinflussen.

Als Teil einer Abschluss­prü­fung in Über­ein­stim­mung mit dem schwei­ze­ri­schen Gesetz und den SA-CH üben wir wäh­rend der gesam­ten Abschluss­prü­fung pflicht­ge­mäs­ses Ermes­sen aus und bewah­ren eine kri­ti­sche Grund­hal­tung. Dar­über hinaus:

– iden­ti­fi­zie­ren und beur­tei­len wir die Risi­ken wesent­li­cher fal­scher Dar­stel­lun­gen in der Jah­res­rech­nung auf­grund von dolo­sen Hand­lun­gen oder Irr­tü­mern, planen und führen Prü­fungs­hand­lun­gen als Reak­tion auf diese Risi­ken durch sowie erlan­gen Prü­fungs­nach­weise, die aus­rei­chend und geeig­net sind, um als Grund­lage für unser Prü­fungs­ur­teil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolo­sen Hand­lun­gen resul­tie­rende wesent­li­che fal­sche Dar­stel­lun­gen nicht auf­ge­deckt werden, ist höher als ein aus Irr­tü­mern resul­tie­ren­des, da dolose Hand­lun­gen kol­lu­si­ves Zusam­men­wir­ken, Fäl­schun­gen, beab­sich­tigte Unvoll­stän­dig­kei­ten, irre­füh­rende Dar­stel­lun­gen oder das Aus­ser­kraft­set­zen inter­ner Kon­trol­len beinhal­ten können. 

– gewin­nen wir ein Ver­ständ­nis von dem für die Abschluss­prü­fung rele­van­ten Inter­nen Kon­troll­sys­tem, um Prü­fungs­hand­lun­gen zu planen, die unter den gege­be­nen Umstän­den ange­mes­sen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prü­fungs­ur­teil zur Wirk­sam­keit des inter­nen Kon­troll­sys­tems der Gesell­schaft abzugeben.

– beur­tei­len wir die Ange­mes­sen­heit der ange­wand­ten Rech­nungs­le­gungs­me­tho­den sowie die Ver­tret­bar­keit der dar­ge­stell­ten geschätz­ten Werte in der Rech­nungs­le­gung und damit zusam­men­hän­gen­den Angaben.

– ziehen wir Schluss­fol­ge­run­gen über die Ange­mes­sen­heit des vom Ver­wal­tungs­rat ange­wand­ten Rech­nungs­le­gungs­grund­sat­zes der Fort­füh­rung der Geschäfts­tä­tig­keit sowie auf der Grund­lage der erlang­ten Prü­fungs­nach­weise, ob eine wesent­li­che Unsi­cher­heit im Zusam­men­hang mit Ereig­nis­sen oder Gege­ben­hei­ten besteht, die erheb­li­che Zwei­fel an der Fähig­keit der Gesell­schaft zur Fort­füh­rung der Geschäfts­tä­tig­keit auf­wer­fen können. Falls wir die Schluss­fol­ge­rung ziehen, dass eine wesent­li­che Unsi­cher­heit besteht, sind wir ver­pflich­tet, in unse­rem Bericht auf die dazu­ge­hö­ri­gen Anga­ben in der Jah­res­rech­nung auf­merk­sam zu machen oder, falls diese Anga­ben unan­ge­mes­sen sind, unser Prü­fungs­ur­teil zu modi­fi­zie­ren. Wir ziehen unsere Schluss­fol­ge­run­gen auf der Grund­lage der bis zum Datum unse­res Berichts erlang­ten Prü­fungs­nach­weise. Zukünf­tige Ereig­nisse oder Gege­ben­hei­ten können jedoch die Abkehr der Gesell­schaft von der Fort­füh­rung der Geschäfts­tä­tig­keit zur Folge haben.

Wir kom­mu­ni­zie­ren mit dem Ver­wal­tungs­rat unter ande­rem über den geplan­ten Umfang und die geplante zeit­li­che Ein­tei­lung der Abschluss­prü­fung sowie über bedeut­same Prü­fungs­fest­stel­lun­gen, ein­schliess­lich etwa­iger bedeut­sa­mer Mängel im inter­nen Kon­troll­sys­tem, die wir wäh­rend unse­rer Abschluss­prü­fung identifizieren.

Bericht zu sonstigen gesetzlichen und anderen rechtlichen Anforderungen 

In Über­ein­stim­mung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und PS-CH 890 bestä­ti­gen wir, dass ein gemäss den Vor­ga­ben des Ver­wal­tungs­ra­tes aus­ge­stal­te­tes Inter­nes Kon­troll­sys­tem für die Auf­stel­lung der Jah­res­rech­nung existiert.

Auf­grund unse­rer Prü­fung gemäss Art. 728a Abs. 1 Ziff. 2 OR bestä­ti­gen wir, dass der Antrag des Ver­wal­tungs­ra­tes dem schwei­ze­ri­schen Gesetz und den Sta­tu­ten ent­spricht, und emp­feh­len, die vor­lie­gende Jah­res­rech­nung zu genehmigen.

Ihr Kon­takt

Marcel Betschart
Marcel Betschart
Bereichs­lei­ter Finan­zen und Administration